Der Zusammenbau von Flugzeugen in der Aerospace & Defense Industrie (A&D) ist als solches bereits ein komplexes Unterfangen und eine Herausforderung an das Konfigurations-Management. Sicherheit verlangt die umfängliche Dokumentation eines jeden Gegenstandes am und im Flugzeug:

  • Position im Flugzeug
  • Anleitungen für den Zusammenbau
  • Anleitungen für das Entfernen
  • Nutzungsszenarien
  • Notfallmaßnahmen
  • Stoffliche Eigenschaften und Eignungen

Nicht der kleinste Bilderrahmen, der nicht dokumentiert wäre. Material Compliance erweitert den Grad der Komplexität noch einmal, insofern dass sämtliche Compliance Information mit den jeweiligen Konfigurationsbestandteilen verbunden werden muss, um mehrfache und mehrdeutige Information zu vermeiden. DXC's Compliance Data Exchange (CDX) unterstützt diese Aufgabe durch die Verbindung von Produkt- und Materialinformationen mittels seines Prozesses der Informationssammlung und -aggregation über die Lieferkette hinweg und liefert so dem Flugzeugbauer und seinen Zulieferern jeweils die passende stoffliche Beschreibung zu den eingesetzten Produkten / Teilen / Materialien.

Eine weitere Steigerung der Komplexität liegt darin begründet, dass A&D "Endkonsument" einer tiefen Lieferkette mit Anteilen in Endkunden Elektronik und im automobilen Sektor ist. Diese stehen für den Großteil des Geschäftsumfangs der Lieferkette und begründen sowohl die Herausforderung als auch die Chance für A&D: Die Herausforderung liegt darin, die Lieferkette dazu zu bewegen, Materialinformationen an eine Industrie weiterzugeben, die lediglich für einen kleinen Teil ihrer Geschäftstätigkeit steht; die Chance liegt darin, dass für diese Industrien bereits vielfältige ähnliche Herausforderungen bestehen, und die bereits verfügbaren Informationen nur noch abgefragt werden müssen.

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- Einzigartiges Set von Substanzen und daraus zusammengesetzten Werkstoffen
- Unterstützung von Wiederverwendung und einfacher Versionierung
- Vereinfachte Änderungsprozesse
- Unterstützung der Kommunikation zwischen Lieferanten und Kunden durch eingebaute Workflows und Kommunikationsmittel
- Einfache Handhabung und wettbewerbsfähige Option zur Etablierung eines standardisierten Prozesses im eigenen Unternehmen oder innerhalb einer bestimmten Lieferkette
- Einfach zu bedienende Integrationsschnittstellen
- Netzwerk bewährter, professioneller und erfahrener Partner ermöglicht die Integration, das Outsourcing von Aufgaben sowie maßgeschneiderte Beratung und Schulung für Sie und Ihre Lieferkette

- Verlagerung des operativen Risikos der Datenpflege und -aggregation auf DXC als Service Provider
- Implementiert relevante Compliance-Schemata
- Ermöglicht die Erfassung von Daten für verschiedene Szenarien in einem Erfassungsaufwand
- Vermeidet unnötige wiederholte Dateneingaben.
- Mehrfach genutzte Teile werden einmal angelegt und bei Bedarf referenziert oder zu unterschiedlichen Zeitpunkten an Kunden versendet. Dies schließt verwendete Zulieferteile ein. Der Kunde erhält immer ein Aggregat von Materialdaten.

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Normen und Vorschriften

IPC-1754

Der Standard "Materials and Substances Declaration for the Aerospace and Defense, and Other Industries" IPC-1754 basiert auf einem XML-Schema, welches für das Berichtswesen gegen Listen deklarationspflichter Stoffe (DSL) genutzt werden kann. Eine solche Liste, die die Mechanismen des IPC-1754 nutzt, ist die IAEG AD-DSL, die damit Berichtsanforderungen in der Aerospace Defence and Space (ADS) Industrie definiert. CDX unterstützt vollumfänglich den Import und Export dieses Standards. Damit kann CDX jederzeit und an jeder Stelle in das Berichtswesen der Industrie und Lieferkette integriert werden. CDX befähigt Unternehmen verschiedene IPC-1754-Berichte in einen Sammelbericht zusammenzufassen, die Daten mit Berichten anderer Quellformate oder CDX-interner Quellen anzureichern und anschließend innerhalb des CDX weiterzuleiten oder per Export in IPC-1754 oder andere Formate auszulesen. DXC ist Mitglied von IPC und IAEG und unterstützt bei der Entwicklung der genannten Standards und Listen.

REACH

Die EU-Verordnung zu Registrierung, Evaluation, Autorisierung und Restriktion von Chemikalien (REACH) regelt die Nutzung sämtlicher Chemikalien. Diese müssen durch die Industrien vollständig getestet und Nutzungsszenarien zugeführt werden, die für den Menschen und die Umwelt als sicher gelten können. Verdächtige Chemikalien werden in der Nutzung restriktiv gehandhabt oder müssen in bestimmten Fällen aus dem Markt genommen werden. Dies gilt auch für die Chemikalien innerhalb eines jeden in der EU hergestellten Flugzeugs oder seiner Bestandteile, die dokumentiert sein und mit dem EU-Register korrespondieren müssen.

Konfliktmineralien

Konfliktmineralien sind nicht nur eine Herausforderung für US-basierte A&D-Hersteller. Sektion 1502 des Dodd-Frank Act regelt, dass sämtliche börsennotierten Unternehmen jährlich an die Securities and Exchange Commission (SEC) hinsichtlich der Nutzung von Konfliktmineralien, die "notwendig für die Funktion oder Produktion" eines Produkts sind, berichten müssen - und zwar sowohl hinsichtlich solcher Produkte, die selbst gefertigt werden oder solcher, die in Fertigung gegeben werden. Zinn, Wolfram, Tantal und Gold (tin, tungsten, tantalum und gold = 3TG) werden im Flugzeugbau unter den verschiedensten Anwendungen genutzt. Hinzu kommen die verschiedensten regionalen Standards, wie z. B. US Federal Standard 313A, Geheimhaltungsanforderungen der verschiedenen nationalen militärischen Fertigungsströme, etc.